Alfred-Nobel-Schule: In den Herbstferien soll Übergangslösung umgesetzt werden | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Alfred-Nobel-Schule: In den Herbstferien soll Übergangslösung umgesetzt werden

Die Lüftungssituation an der Geesthachter Alfred-Nobel-Schule (ANS) dürfte sich kurzfristig deutlich verbessern – diesen positiven Ausblick legen die wieder aufgenommenen Aufzeichnungen zur Luftqualität nach den Sommerferien nahe. Denn seit Schuljahresbeginn ist in einem Referenzklassenraum der Schule ein Fenster komplett zu öffnen, ohne dass besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden müssten. Ein unterhalb des Fensters montierter, quaderförmiger Holzaufsatz verhindert im Referenzklassenraum, dass eine fest verbaute Fensterbank als Aufstiegshilfe genutzt wird. Zum Hintergrund: Die Alfred-Nobel-Schule wurde 1995 fertiggestellt. Seit ihrer Eröffnung sind die Fenster in den oberen Stockwerken nur 12 Zentimeter zu öffnen. Der Grund: Bei voll geöffnetem Fenster könnten Schülerinnen und Schüler aus den Fenstern fallen, da die vorgegebene Brüstungshöhe von einem Meter unterschritten wird, wenn die Fensterbank als Aufstiegshilfe genutzt würde.

In den Herbstferien sollen nun alle betroffenen Klassenräume der ANS, in denen Schülerinnen und Schüler vergangenes Schuljahr die Luftqualität bemängelt hatten, unterhalb eines Fensters mit dem beschriebenen Holzaufsatz ausgestattet werden. „Diese Variante hat sich als geeignete Verbesserung erwiesen und soll nun als Übergangslösung umgesetzt werden“, teilt die Stadtverwaltung den aktuellen Sachstand mit.

Aktuell rechnet die Stadtverwaltung mit einem Kostenrahmen von etwa 850 Euro (netto) pro Stück. „Die Fensterbank-Aufsatzelemente wären eine kurzfristige Lösung und ausdrücklich eine Übergangslösung. Sie soll die Zeit bis zur Festlegung einer dauerhaften Ausführungsvariante und der hierfür erforderlichen Kosten für einen baulichen Umbau überbrücken. Ziel ist eine nachhaltig verbesserte Lüftungssituation an der ANS“, erklärt die Stadtverwaltung. Die nächsten Schritte, die dem Ausschuss für Bau, Planung und Katastrophenschutz in öffentlicher Sitzung hinsichtlich Kosten- und Terminplanung für eine dauerhafte Lösung vorgestellt wurden:

Derzeit wird die Kostenkalkulation einschließlich der erforderlichen Mengen- und Massenermittlung erstellt. Auf dieser Grundlage ergibt sich nach aktuellem Stand folgender zu erwartender Zeithorizont:

  • Herbeiführung einer geeigneten Variantenlösung einschließlich Kosten- und Massenermittlung.

  • Einbringung der erforderlichen Unterlagen und Kosten in die letztmöglichen Haushaltsgespräche im Jahr 2026 zur Berücksichtigung im Haushalt 2027.

  • Frühestmöglicher Beginn der Ausschreibung nach Genehmigung des Haushalts 2027, voraussichtlich im Zeitraum Februar bis April 2027.

  • Daraus ergibt sich als frühestmöglicher Zeitraum für die bauliche Umsetzung die Durchführung der Maßnahme in den Sommerferien 2027.

„Die genannten Termine stehen unter dem Vorbehalt der rechtzeitigen Festlegung der Ausführungsvariante, der Verfügbarkeit der erforderlichen Haushaltsmittel sowie der anschließenden Vergabe- und Ausschreibungsfristen“, betont die Stadtverwaltung zum Zeitplan.

Und eine weitere wichtige Information zum aktuellen Stand an der ANS: Während der Sommerferien wurde dort, wie angekündigt, in Abstimmung mit der Unfallkasse Nord ein Pendelschlagversuch durchgeführt. Dieser sollte die Belastbarkeit der Fensterscheiben überprüfen. Das Ergebnis lautet: Die durchgeführten Versuche haben ergeben, dass alle geprüften Verglasungen die Anforderungen zum Schutz vor dem Herabfallen von Personen sowie zum Schutz vor schwerwiegenden Verletzungen bei einem Anprall erfüllen. Das Sitzen auf den Fensterbänken ist somit nicht mehr grundsätzlich zu untersagen. Das entsprechende Gutachten liegt der Verwaltung vor.