Bauarbeiten an Hafenbereich und Steinstraße: Konkretere Pläne werden im November vorgestellt | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Bauarbeiten an Hafenbereich und Steinstraße: Konkretere Pläne werden im November vorgestellt

Umfangreiche Bauarbeiten stehen im Geesthachter Hafenbereich und an der Steinstraße an: Die Regenwasser-Einleitstelle in den Hafen soll erneuert werden und damit zusammenhängend werden auch Arbeiten an den Regenwasserkanälen an der Steinstraße durchgeführt. Im Anschluss an diese Maßnahmen soll dann die Sanierung der Uferböschung und die Gestaltung des Parkplatzes Kirschenhain folgen. Über die groben Pläne informierte die Stadtverwaltung Geesthacht in der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Bau, Feuerwehr und Katastrophenschutz (31. August 2026). Einen genaueren Entwurf mit konkretisierten Bauzeiten werden der Abwasserbetrieb und der Fachdienst Tiefbau der Stadtverwaltung im November in öffentlicher Sitzung vorstellen.

„Uns ist bewusst, dass Bauarbeiten an Hauptstraßen und in dicht besiedelten Gebieten immer eine große Herausforderung für alle Verkehrsteilnehmenden und Anwohnenden sind. Wir werden die Arbeiten an der Steinstraße bestmöglich abstimmen, um die Belastung so gering wie möglich zu halten“, wirbt Geesthachts Bürgermeister Olaf Schulze um Verständnis.

Ein Blick auf die grobe Planung: Was soll gemacht werden?

Vorgesehen sind vier Bauabschnitte, die nach derzeitiger Schätzung insgesamt etwa fünf Jahre Bauzeit in Anspruch nehmen werden. „Diese Zeitfenster können sich im Laufe der fortschreitenden Planungen noch verändern. Im November werden wir konkretere Angaben machen können. Es ist uns aber wichtig, die Öffentlichkeit frühzeitig mit ins Boot zu nehmen“, betont Bürgermeister Olaf Schulze.

Starten werden die Arbeiten voraussichtlich im September 2027. Unter Federführung des Abwasserbetriebs werden in einem ersten Schritt die Regenwasser-Einleitstelle im Hafen und die damit zusammenhängende Regenwasserkanalisation im Bereich des Parkplatzes Kirschenhain bis zur Steinstraße erneuert. Im Anschluss folgen die Bauabschnitte zwei (zwischen der Straße An der Promenade und der Gaststätte Pier 3) und drei (zwischen Pier 3 und der Elbstraße), die nacheinander realisiert werden und innerhalb derer die Steinstraße für Arbeiten am Regenwasserkanalsystem nach aktuellem Planungsstand voraussichtlich drei Jahre im Bereich der Einmündungen An der Promenade und Elbstraße voll für den Durchgangsverkehr gesperrt werden muss. Seitens der Verwaltung/des Abwasserbetriebs wird in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro noch geprüft, ob sich die voraussichtlich dreijährige Sperrung der Steinstraße verkürzen lässt.

Im vierten Bauabschnitt wird dann etwa ab 2031 der Anschluss von einem Kanal im Wanderweg hinter dem Pappelwäldchen zur Steinstraße hergestellt. Die Steinstraße wird während dieser Bauphase wieder für den Verkehr freigegeben sein.

Erforderlich wird die Baumaßnahme, um die zukünftig steigenden Regenwassermengen ohne Rückstau und überlaufende Straßen zum Auslauf im Hafen ableiten zu können. Im Bereich des jetzigen provisorischen Parkplatzes an der Elbe werden Rohre mit einem Durchmesser von 2,5 Meter verlegt. „Die Bauzeit ist deshalb so lang, weil hier sehr große Rohre im Grundwasser mit schwierigen Baugrundverhältnissen und Baugrubenverbau verlegt werden müssen. Zusätzlich muss auch das Fernwärmeleitungssystem der Stadtwerke Geesthacht umgebaut werden“, heißt es erklärend zur Maßnahme von Seiten des Abwasserbetriebs.

Wenn die Arbeiten des Abwasserbetriebs an der Einleitstelle und an den Regenwasserkanälen im Bereich Kirschenhain abgeschlossen sind, können Planungen des Tiefbaus in diesem Bereich umgesetzt werden: Die Sanierung der Uferböschung und die Gestaltung des Parkplatzes Kirschenhain. „Die Umsetzung der Ufersanierung erfolgt in Abhängigkeit von der Planung und dem Bauablauf an der Einleitstelle. Dabei sind sowohl die zeitliche Abstimmung der beiden Maßnahmen als auch der für die Baumaßnahmen erforderliche Flächenbedarf, insbesondere für Baustelleneinrichtungs- und Lagerflächen, zu berücksichtigen. Die Umsetzung der Ufersanierung steht zudem unter dem Vorbehalt der Bereitstellung der erforderlichen Haushaltsmittel. Erst nach Abschluss der Ufersanierung wird es seitens der Verwaltung als sinnvoll erachtet, den Parkplatz und die Uferpromenade am Kirschenhain in ihrer endgültigen Gestaltung herzustellen“, informierten Abwasserbetrieb und Tiefbau im Fachausschuss.