Eisflächen sind kein Ort für Abenteuer - sie sind Gefahrenzone | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Eisflächen sind kein Ort für Abenteuer - sie sind Gefahrenzone

Die Eislandschaft vor dem Geesthachter Stauwehr übt derzeit auf sehr viele Menschen eine große Faszination aus. Was dabei oft unterschätzt wird: Diese Eisberge sind keine feste Fläche, sondern eine akute Gefahrenzone. Am gestrigen Tag mussten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Geesthacht gemeinsam mit dem Rettungsdienst eine Frau auf der Elbinsel retten. Sie war auf der glatt getretenen Eisoberfläche gestürzt und hatte sich dabei schwer verletzt. Der Einsatz war aufwendig – und für alle Beteiligten mit Risiken verbunden.

Nicht nur die Eisberge selbst sind gefährlich. Auch die Fuß- und Zuwege in diesem Bereich sind stark vereist und extrem rutschig. Schon der Weg dorthin birgt ein hohes Sturzrisiko. Zusätzlich sind Zufahrten für Rettungsfahrzeuge teilweise vereist, was eine schnelle und sichere Anfahrt im Notfall erheblich erschwert und wertvolle Zeit kosten kann.

Die Eisberge wirken massiv, sind es aber nicht. Sie sind extrem rutschig, ungleichmäßig, teilweise unterspült und verändern sich ständig. Eis kann jederzeit brechen, kippen oder wegrutschen. Schon ein kurzer Moment der Unachtsamkeit kann dazu führen, dass Menschen stürzen oder ins Wasser geraten. Ein Sturz in die Elbe ist lebensgefährlich. Das Wasser ist eiskalt, die Strömung in diesem Bereich stark. Kälteschock, Muskelkrämpfe und schnelle Erschöpfung setzen innerhalb kürzester Zeit ein. Eine Selbstrettung ist in der Regel nicht möglich. Jede Rettung aus dieser Situation bringt auch die Einsatzkräfte in Gefahr.

Die Stadt Geesthacht warnt daher noch einmal mit allem Nachdruck: Bitte betreten Sie die Eisberge nicht. Halten Sie Abstand. Die Eisflächen sind kein Ort für Abenteuer. Wer sie betritt, riskiert schwere Verletzungen – oder Schlimmeres.