Herbstfest an der Bertha-von-Suttner-Schule: Einweihung des neuen Container-Campus | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Herbstfest an der Bertha-von-Suttner-Schule: Einweihung des neuen Container-Campus

Vor wenigen Tagen feierte die Bertha-von-Suttner-Schule (BvS) ein besonderes Herbstfest: Anlass war die feierliche Einweihung der neuen Containeranlage, die als Übergangslösung nach dem Brandschaden im Altbau errichtet wurde. Schulleiterin Karen Osnabrügge begrüßte gemeinsam mit ihrem Stellvertreter Marcus Kellner und der Vorsitzenden des Schulelternbeirats, Catherine Reinke, zahlreiche Gäste – darunter eine Delegation der Stadt mit Bürgermeister Olaf Schulze sowie Silke Rohwer, zuständige Schulaufsicht im Kieler Bildungsministerium.

Neben kulinarischen Köstlichkeiten und einer Tombola bot das Fest den Besucherinnen und Besuchern, darunter viele Eltern, die Möglichkeit, den neuen Containercampus zu besichtigen. Schulleiterin Osnabrügge bedankte sich herzlich bei allen Beteiligten für die schnelle Umsetzung dieser Übergangslösung: „Was hier in so kurzer Zeit entstanden ist, ist nicht selbstverständlich. Für die Schülerinnen und Schüler, die Lehrkräfte und alle weiteren Mitarbeitenden bedeutet der Campus vor allem eines: wieder verlässliche Strukturen und kurze Wege an einem zentralen Schulstandort. Gleichzeitig war es uns wichtig, neben den klassischen Klassenräumen auch die Anforderungen von Ganztag, Schulsozialarbeit und modernen pädagogischen Konzepten mitzudenken.“

Bürgermeister Olaf Schulze erinnerte in seiner Ansprache an den 2. November 2025, als ein Brand im naturwissenschaftlichen Trakt des Altbaus zu einer weitreichenden Kontaminierung der Innenräume führte. „Eine Übergangslösung für 5,5 Millionen Euro war notwendig geworden. Für die Sanierung des Bestandsgebäudes oder den Bau eines Neubaus wird derzeit von einer Dauer von voraussichtlich rund vier Jahren ausgegangen“, so Schulze. Bislang mussten die Schülerinnen und Schüler teilweise im Wechselunterricht sowie an unterschiedlichen Standorten im Stadtgebiet unterrichtet werden. „Es ist beeindruckend, was aus einem alten Sportplatz alles gemacht werden kann. Der neue Campus fügt sich gut in die Umgebung ein und bietet vielfältige Nutzungsmöglichkeiten.“

Auf dem Schulgelände am Dösselbuschberg entstand ein dreiteiliger „BvS-Campus“: 308 Raummodule wurden zu drei zweigeschossigen Gebäuden zusammengefügt, die einen gemeinsamen Schulhof und damit einen Campus innerhalb des bestehenden Geländes bilden. Mit rund 5.300 Quadratmetern Bruttogrundfläche stehen nun zentral Räume für etwa 700 Schülerinnen und Schüler zur Verfügung – darunter 30 Klassenräume, neun zusätzliche Fachklassenräume sowie fünf Vorbereitungsräume für Biologie, Chemie, Physik, Informatik, Technik und Kunst. Ergänzt wird das Angebot durch Räume für pädagogische Konzepte, Schulsozialarbeit, einen Raum für Frühbetreuung und Ganztag, zwei Lernlandschaften für den Differenzierungsunterricht, ein Hausmeisterbüro sowie einen Kiosk für den Verkauf von Speisen und Getränken.

Besondere Herausforderungen stellten die Ausstattung der naturwissenschaftlichen Fachräume und die haustechnischen Anforderungen dar, insbesondere im Bereich Chemie mit speziellen Entlüftungssystemen. „Die zeitliche Herausforderung bei diesem Projekt war enorm. Wir mussten innerhalb kürzester Zeit die unterschiedlichen Anforderungen von Schule, Ganztag und Schulsozialarbeit zusammenführen, daraus eine belastbare Raumplanung entwickeln und anschließend die Ausschreibung vorbereiten“, betonte Bürgermeister Schulze. Sein Dank galt allen Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedenen Fachdiensten, der Schülerschaft, der Elternschaft und der Lehrerschaft für die hervorragende Zusammenarbeit.

Silke Rohwer, zuständige Schulaufsichtsbeamtin für Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe, griff in ihrer Rede zwei Zitate von Schulleiterin Osnabrügge auf: „Silke, Bertha hat gebrannt“ und „Es ist vollbracht, neuer Campus ist fertig“. „Dazwischen lagen neun Monate – ähnlich wie bei einer Schwangerschaft. Es war eine prägende Zeit für alle Beteiligten, in der gemeinsam angepackt und geholfen wurde. Ein großer Dank an die gesamte Schulgemeinschaft, denn hier ist ein neuer Standort entstanden, an dem gemeinsam gelehrt, gelebt und natürlich auch gefeiert werden kann.“

Mit dem neuen Containercampus ist die Bertha-von-Suttner-Schule für die kommenden Jahre gut aufgestellt und kann ihren Bildungsauftrag weiterhin an einem zentralen Standort erfüllen.